Ja, der Titel sagt wohl alles. Silvester war ich mit der Kleinen alleine.
Geplant war eigentlich ein gemütlicher Abend zu Dritt. Mit Raclette, schönen Filmen und so weiter. Naja, daraus wurde nichts.
Wir hatten nachmittags ein Telefonat wegen dem Unterhalt, den er mir ab Ende Januar zahlt. Ich habe mich vorher natürlich informiert, wollte aber den Weg über das Jugendamt vermeiden – einfach damit weiterhin eine nette Stimmung herrscht, ohne irgendwelche Zwänge oder so. Also hatte ich diese nette Frau vom Jugendamt angerufen, die da ehrenamtlich arbeitet und uns nach der Geburt besucht hatte. Habe ihr die Lage geschildert und auch gesagt, dass ich das so regeln will, aber eben wissen muss wie viel es theoretisch wäre. Ergebnis: Er müsste mir theoretisch knapp 1000 Euro Unterhalt bezahlen, also Kindesunterhalt plus Trennungsunterhalt. Da ich ihn aber nicht finanziell “ausnehmen” will habe ich ihm vorgeschlagen, 800 Euro zu bezahlen und auch je nach Monat flexibel zu bleiben, also auch mal mehr oder weniger, wie es eben gerade passt. Oder etwas weniger, und dafür geht er mal mit uns einkaufen oder so. Oder er könnte es mal in zwei Teilen bezahlen.
Aber da war er anderer Meinung. Er hätte sich auch informiert und es wären nur knapp 700 Euro und er müsste ja auch irgendwie leben und so weiter. Direkt ein sehr unfreundlicher Ton. Puh… Mir wurde erstmal ganz anders. Er verdient sehr gut, ich will hier aber nicht ins Detail gehen. Selbst wenn er den vollen Betrag bezahlen würde, er hätte immer noch mehr als genug, ohne Probleme. Er kriegt ja eine Wohnung im Haus von seinem Dad zu einem absoluten Minimalpreis. Muss weder Kaution noch sonst irgendwas bezahlen. Die wichtigsten und teuersten Sachen wie Küche und sämtliche Haushaltsgeräte gehören ihm. ABER er hätte ja so hohe Kosten! Man man man… Was soll ich bitte sagen? Meine Mutter hat jetzt schon für mich einen Kredit aufgenommen, damit wir überhaupt die Kaution und eine kleine Küche bezahlen können!
Ne, da war mein Verständnis futsch. Ich versuche immer eine gute und entspannte Stimmung zu behalten, ohne Konflikte und Streit. Dafür habe ich schon viel zurückgesteckt, aber da ist die Grenze dann auch erreicht. Ich muss schließlich gucken wie ich die Kleine gut versorge und nebenbei brauche ich auch was zu futtern, so ab und zu. Dazu kommt noch das ich eine über doppelt so hohe Miete habe wie er. Ich kriege schon viel finanzielle Unterstützung von meiner Mutter – aber jetzt ist es seine Aufgabe, in finanzieller Hinsicht Verantwortung zu übernehmen. Und ich schätze mal das andere Frauen knallhart den Unterhalt, der ihnen rechtlich zusteht, durchboxen. So bin ich ja nicht mal. Nein, ich komme ihm noch entgegen. Und der Dank dafür ist dann sowas.
Wie das Telefonat ausging könnt ihr euch wohl vorstellen – mit bösen Worten und mieser Stimmung.
Ein super Start ins neue Jahr…